21. August 2018

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AKTUELLES

Ermittlungen gegen Stölting. Wegen Betrugsverdachts hat die Staatsanwaltschaft einen Geschäftsführer des Gelsenkirchener Service-Unternehmens im Visier. Hintergrund ist die Affäre um überteuerte Reinigungsdienstleistungen für die Stadt Bonn, die preislich bis zu 30 Prozent über dem Marktüblichen lagen. So waren fälschlicherweise Sonn- und Feiertagszuschläge abgerechnet worden. Das städtische Gebäudemanagement bemerkte die Panne erst Monate später. www.general-anzeiger-bonn.de, www.general-anzeiger-bonn.de (Kommentar)

1.300 neue Zöllner gegen schmutzige Tricks. „Nicht alle im Reinigungsgewerbe machen saubere Geschäfte und haben eine weiße Weste“, so die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, die Berichterstatterin für den Zoll im Innenausschuss ist. Jetzt soll mit zusätzlichen Stellen beim Zoll besser gegen Schwarzarbeit und die Umgehung von Mindestlöhnen vorgegangen werden. www.nwzonline.de

Handwerk begrüßt Einwanderungsgesetz. Wichtige Vorschläge des Handwerks fänden sich in den Eckpunkten, die am vergangenen Donnerstag bekannt geworden sind, wieder, so Handwerks-Präsident Peter Wollseifer. Der Fachkräftemangel mache es erforderlich, die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. Wollseifer fordert außerdem den Abschluss von Migrationsabkommen mit Drittstaaten, die ein vergleichbares Ausbildungssystem und -niveau haben. www.berliner-zeitung.de, www.welt.de

Klinikum testet Reinigungs-Roboter: Entlastung fürs Personal. 400 Quadratmeter Boden in einer Viertelstunde schafft der Roboter, der derzeit am Helios Klinikum Erfurt seinen Testlauf absolviert. Der autonome Helfer reinigt autonom Flure und große Flächen und spart dabei gut drei Viertel an Wasser und Chemie ein. Für das Reinigungspersonal bringt der Roboter Entlastung, indem ihnen mehr Zeit für die patientennahen Bereiche bleibt. Künftig sollen Roboter in weiteren Helios-Kliniken eingesetzt werden. Dazu laufen Planungen, die Reinigung der Patientenzimmer digital zu unterstützen. www.kma-online.de

Freiwilligentage in Berlin – Gegenbauer macht mit. Unter dem Motto „gemeinsame Sache“ engagieren sich Berliner Unternehmen und soziale Organisationen am 6. und 7. September wieder für ihren Kiez. Mit dabei sind auch zwölf Gegenbauer-Mitarbeiter. Sie werden einen Tag lang vom Unternehmen freigestellt, um Bäume und Sträucher am Flughafensee zurückzuschneiden. www.tagesspiegel.de, www.gemeinsamesache.berlin (Mitmach-Möglichkeiten)

UNTERNEHMEN

Dorfner: wieder Auftrag für Flughafen MUC. Bis Ende März 2024 läuft der neue Vertrag über das Facility Management am Münchener Airport. Bereits seit 2012 ist die Dorfner Gruppe mit 200 Mitarbeitern unter anderem für die Unterhaltsreinigung und Müllbewirtschaftung des Terminals 2 und des Satelliten verantwortlich und reinigt weitere Bereiche. www.facility-manager.de

Lattemann und Geiger: Reinigung neuer Center Parc. Die Dienstleistungsgruppe ist künftig für die Reinigungs- und Logistikleistungen im neuen Ferienpark im Allgäu verantwortlich, der am 1. Oktober eröffnet. Dazu gehört die Reinigung von 361 Häusern und die Unterhaltsreinigung in Market Domes, Aqua Mundos und Business Center. www.facility-manager.de

Nilfisk: starkes zweites Quartal. Der Umsatz des Herstellers belief sich auf 284,5 Millionen Euro, das organische Wachstum betrug 5,8 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Nilfisk ein organisches Wachstum zwischen drei und vier Prozent. www.baumarktmanager.de

AKTUELLE AUSSCHREIBUNGEN

Baden-Württemberg. Die Stadtverwaltung Göppingen schreibt einen Auftrag für die Reinigung von Friedhöfen aus. www.service.bund.de

Bayern. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen schreibt einen Auftrag für die Reinigung in öffentlichen Gebäuden aus. www.service.bund.de

Nordrhein-Westfalen. Die Universitätsstadt Siegen schreibt einen Auftrag für die Gebäudereinigung im Objekt Birlenbacher Schule inklusive Turnhalle ab dem 1. Dezember 2018 aus. www.service.bund.de

WISSENSWERTES

Unnötige Müllberge durch Papierhandtücher. 105 Millionen Papierhandtücher im Wert von 200.000 Euro wurden 2017 in den Kölner Behörden, Ämtern und Schulen verbraucht. Auch der Autohersteller Ford setzt an seinem Kölner Standort ausschließlich auf Papier. Dabei schneiden die Wegwerf-Handtücher ökologisch schlecht ab, wie eine Untersuchung des Umweltbundesamtes zeigt, und nur selten ist eine Wiederverwertung möglich. Die Tageszeitung B.Z. plädiert für andere Methoden der Händetrocknung und lässt Leser nach deren Meinung abstimmen. www.ksta.de, www.bz-berlin.de (Lesermeinung)

Viele Flüchtlinge finden Reinigungs-Jobs. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt gelingt in Hessen schneller als erwartet. Fast jeder Dritte der 45.000 Geflüchteten, die zwischen 2015 und 2017 kamen und ein Bleiberecht haben, hat einen festen Job gefunden, 1.600 weitere sind in Ausbildung.
Die Menschen seien vor allem dort tätig, wo sich keine anderen Bewerber fänden, etwa in der Reinigungsbranche, sagte der Regionaldirektor der Arbeitsagentur Frank Martin. www.fr.de

20.000 Klinik-Tote vermeidbar. Auch heute noch holen sich in Deutschland jährlich 400.000 Patienten eine Krankenhausinfektion. Ein Drittel der Fälle geht auf mangelnde Hygiene zurück. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit haben jetzt ein Weißbuch vorgestellt, in dem unter anderem eine bundeseinheitliche Hygiene-Richtlinie für Krankenhäuser gefordert wird. Im Interview kritisiert die Vorsitzende des Aktionsbündnisses Kettner, dass sich lediglich die Hälfte der deutschen Kliniken der 2008 initiierten „Aktion Saubere Hände“ angeschlossen hatte. www.lr-online.de, www.zdf.de (Video mit Interview)

Das sind die Bakterien-Hotspots im Flieger. Armlehnen, Sitzbezüge, Klapptische, Türgriffe und Klospülungen: Eine aktuelle Studie der Universität Jena zeigt, wo sich Keime im Flugzeug besonders gerne tummeln. Angesichts Passagierzahlen von mehr als vier Milliarden halten die Forscher eine Sensibilisierung für das Thema dringend nötig und empfehlen einen Maßnahmenkatalog: Neben Hinweistafeln gehöre eine gründliche und regelmäßige Reinigung der Oberflächen dazu. www.fitforfun.de

Mit Recycling-Coaches sauber durchs Festival. Jahrelang hat man beim Schweizer Musikfestival „Heitere Open Air“ mit der Müllproblematik gekämpft. In diesem Jahr waren erstmals 30 Recycling-Coaches im Einsatz. Ihre Aufgabe: Abreisende daran erinnern, den Zeltplatz sauber zu hinterlassen und Hilfe bei der Mülltrennung anzubieten. Die Coaches kamen gut an, und die Organisatoren sind zufrieden: „Der Zeltplatz war noch nie so sauber.“ www.aarauer-nachrichten.ch

AUCH SAUBER

Die besten Reinigungsmittel fürs Kochfeld. Stiftung Warentest hat acht von 16 getesteten Reinigern mit „gut“ bewertet. An der Spitze lagen Produkte von Bosch, Heitmann und Miele. Bei leichten Verschmutzungen tut’s auch ein Scheuermittel oder Hausmittel wie Backpulver, Zitrone oder zermahlene Spülmaschinentabs. Noch besser ist Vorbeugung: Auch wenn nichts übergelaufen ist, sollte man das Feld nach jedem Kochen abwischen. www.mdr.de

KURIOSES

Clever! Tierische Müllsammler im Freizeitpark. Sie picken Zigarettenstummel und Verpackungen auf: Dressierte Krähen helfen künftig dabei, den französischen Themenpark „Puy du Fou“ sauber zu halten. Den gesammelten Unrat werfen die cleveren Vögel in spezielle Boxen und werden dafür mit Futter belohnt. Könnte das ein Modell für unsere Innenstädte sein? Das Wissensmagazin Galileo hat Passanten dazu befragt. www.prosieben.de

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